Was misst der „DigitalScore“?

By | 29. Juni 2017

Der „DigitalScore“ misst Einstellungen als Indikatoren für die Ausprägung von Kompetenzfeldern, die die Mitarbeit in digitalisierten Arbeitsumwelten positiv beeinflussen. Anders formuliert: Wenn jemand einen hohen Scorewert erreicht hat, sollte dieser Person für die Anforderungen der „Arbeit 4.0“ gut aufgestellt sein.

Somit ist der „DigitalScore“ ein guter Gradmesser für den digitalen Reifegrad sowohl auf der Micro-, Meso- und Makroebene. Der einzelne Mitarbeiter (Micro-Ebene) bekommt eine neutrale Rückmeldung darüber, ob er oder sie für die künftige Arbeitswelt das notwendige Mindset mitbringt, um darin erfolgreich bestehen zu können. Es werden nicht die formalen oder praktischen Qualifikationen für irgendwelche Tätigkeiten gemessen – weder analog noch digital. Auch kann man seine Freizeit ausschließlich digital verbringen und dennoch in der Arbeitswelt 4.0 nicht heimisch werden. Der „DigitalScore“ zeigt auf, in welchem der fünf Kompetenzfelder man sich gegebenenfalls weiterentwickeln sollte, wenn man erfolgreich in digital transformierten Gesellschaften mitarbeiten möchte. Damit können gezielte Weiterbildungsangebote gesucht werden.

Der „DigitalScore“ hilft auch bei der Optimierung der Zusammenarbeit von Teams (Meso-Ebene), an die der digitale Transformationsprozess höchste Anforderungen stellt. Um sich erfolgreich gemeinsam verändern zu können, bedarf es unterschiedlichster Rollen und Kompetenzen – die Mischung macht es eben! Auch wenn viele Führungskräfte davon träumen, ihre Mannschaften ausschließlich aus digitalen Highflyern zusammenzustellen, würde kein Fußball-Trainer nur elf Stürmer auf den Platz stellen und auf den Torwart verzichten. Der „DigitalScore“ und die Kompetenzfeldanalyse sind eine gute Basis für das „Teambuilding 4.0“.

Auch die Organisation als großes Ganzes (Markoebene) kann vom Einsatz des „DigitalScore“ profitieren: Im härter werdenden ‚War of Talents‘ können sie die Potenziale der eigenen Mannschaft ausloten und effektiv fördern und ausbauen. Die aggregierten Daten der Kompetenzfeldanalyse zeigen deutlich, welche Schulungs- und Trainingsangebote in welchem Umfang benötigt werden. Der „DigitalScore“ kann aber auch Transparenz in organisatorische Prozesse bringen: Funktionen, Tätigkeiten und Rollen können mit dem „DigitalScore“ ‚ge-grade-det‘ werden. Zum Beispiel könnte festgelegt werden, dass ein Personal-Coach einen „DigitalScore“ von mindestens 80 Punkten haben sollte oder für die Arbeit im Homeoffice ein bestimmtes Kompetenzprofil in der Kompetenzfeldanalyse nötig ist. Auch kann der „DigitalScore“ in Assessmentcentern zum Einsatz kommen.

Damit wird der „DigitalScore“ zum Katalysator der digitalen Transformation.

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